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Mittwoch, 16. Oktober 2013

Die Nacht von Freitag auf Montag

864 Tage 21 Stunden 34 Minuten verheiratet...


"Wo war ich in der Nacht,
von Freitag auf Montag.
War ich 3, 3 Tage wach,
oder einfach im Koma.
Und ich denk mir so 'ne Scheiße,
ich bin splitternackt und pleite.
Sag mir wo war ich in der Nacht,
von Freitag auf Montag."


Nun ganz so schlimm wie in diesem Song von SDP feat. Sido war es nicht. Aber wo war ich?
Meine süße Frau und ich haben ein gemütliches Wochenende in Prag verbracht.

Prag haben wir schon einmal gesehen, aber auch dieses Mal haben wir uns einige der Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen.

Es startete mit einem gemütlichen Spaziergang über den Wenzelsplatz, an dessen Ende wir zur Astronomischen Uhr gelangten.

Dort durften wir an einer Gratis Führung durch Prag teilnehmen. Es ging über den Ungelt-Platz zum Pulverturm und über die Pariserstraße ins Jüdische Viertel, wo wir unter anderem an der Alt-Neu Synagoge vorbeikamen.

Nachdem wir der engagierten und freundlichen Führerin nach der Führung noch etwas Trinkgeld gegeben hatten, und etwas Leckeres gegessen hatten, ging es zurück ins Hotel.

Der Sonntag kam und begann mit einem leckeren Frühstück. Gestärkt konnte unsere Einkaufs- und Besichtigungstour fortgesetzt werden. Ja, genau, einkaufen am Sonntag ist in Prag kein Problem.

Mein persönliches Highlight von diesem Tag ist der kurze aber um so schönere Besuch des Lego-Museums.

Am Wenzelsplatz konnten wir feststellen, dass die dortigen Prager ziemlich viel Holz vor der Hütte haben.

Ein etwas längeres Unterfangen war das Auffinden eines bestimmten amerikanischen Lokals. Ein Plakat sollte uns den "einfachen" Weg zu diesem Lokal zeigen. Wenn man aber nicht Ortskundig ist, oder sich nicht "ganz" genau merkt wo das gesuchte Ziel ist, dann wird es doch eher schwierig.

Nach einigen fehlgeschlagenen Anläufen, und einem mörderischen Kampf zwischen mir und einem Killerhai, haben wir es aber dennoch geschafft.

Wo haben wir überall gegessen?
Im KFC waren wir, weils schnell und lecker war.
Im John Lennon Pub waren wir, damit ich meinem Papa davon erzählen kann.
Im Caffeteria (einem kleinen Cafe im Ferrari Stil) waren wir, auch wegen meinem Papa und weil wir Durst hatten.
Im The Dubliner waren wir, weils da leckeren Cider gab.
Im Legend Pub waren wir, weil wir einen leckeren tschechischen Burger wollten (aber es war kein Tisch frei).
Und schließlich waren wir im langgesuchten Hooters, weil wir noch nie im Hooters waren.
Aber am Leckersten war es wieder im U Provaznice, ein Geheimtipp, günstig, lecker und das ist gut so!

Montag, nach dem Auschecken, wanderten wir noch ein letztes Mal durch die Prager Straßen und waren kurz darauf schon im Bus zurück nach Linz.


Mittwoch, 18. Juli 2012

Kurzurlaub in Tschechien

410 Tage 5 Stunden 42 Minuten verheiratet...


Montag ging es in einen wohlverdienten Kurzurlaub ins Böhmische Venedig: Český Krumlov (Krummau).
Erstmals wurde Krummau 1253 erwähnt, als man von dem Burgherr Widigo von Krummau sprach, wer immer der gute Herr auch sein mag. Bereits im Mittelalter wirkten sich die regen unternehmerischen Aktivitäten der Krummauer auf das Aussehen und die Anziehungskraft der Stadt aus. Sehenswert ist Krummau jederzeit, aber ganz sicherlich zur Zeit des Festes der fünfblättrigen Rose (mehr dazu nächstes Jahr). 


Wir hatten immenses Glück mit unserer Unterkunft, der Pension Gardena, da sie einerseits nur eine Straßenüberquerung vom Stadtkern entfernt lag, und andererseits war sie echt urig, günstig und die Bediensteten waren sehr, sehr freundlich. Für eine Übernachtung im Doppelzimmer (mit Bad, Schlafzimmer, Küche (mit mittelalterlichem Ofen), Parkplatz und wunderschönem Garten) mit Frühstück haben wir € 59,- pro Nacht pro Zimmer bezahlt.


Wir haben selbstverständlich einige der Sehenswürdigkeiten von Krummau besichtigt. 


Zu allererst ist da die Mantelbrücke, aus der 1. Hälfte des 18 Jahrhunderts, die zu besichtigen lohnt. Diese mehrstöckige Brücke, die den Burggraben des dortigen Schlosses überspannt, verbindet mit einem offenen Durchgang zwei Höfe des Schlosses miteinander. Darüber befinden sich zwei weitere geschlossene Stockwerke, die die Gebäude auf beiden Seiten verbinden. Die erste Erwähnung der Brücke geht auf das 15. Jahrhundert zurück, das heutige Aussehen stammt jedoch aus dem Jahr 1777. Und im Winter trägt sie einen Mantel. Schließlich ist es da ja kalt, vor allem neben fließendem Gewässer. Und bei Schnee.


Mitten am Hauptplatz von Krummau, direkt gegenüber des Renaissance-Rathaus steht die marianische Pestsäule von 1715. Die Außenwand des Rathauses zieren die Wappen der Stadt Český Krumlov: Der Löwe des böhmischen Königreiches, darunter das Wappen der Rosenberger, links derer von Eggenberg und rechts das Wappen der Schwarzenberger.
Den Platz haben wir sicherlich zweimal aus jeder Richtung überquert. Verändert hat er sich in der Zeit nichts, außer den Touristen.

Recht witzig, aber auch genauso unbemerkt, ist der sogenannte "Arsch" von Krummau. Ein arschförmiger, barocker Gebäudeschutz, damit Autos nicht das Haus beschädigen. Hier auf dem Foto mit einem Buch, das nicht fürn Arsch ist. Befindet sich übrigens kurz vor der Kirchentreppe zur St. Veits Kirche. Der Arsch, nicht das Buch.


Leicht zu übersehen, aber auch lustig, wenn nicht sogar fragwürdig, ist das Schwamberger Haus (Švamberský dům) in einer Parallelstraße zum Hauptplatz. Hier muss man lediglich den Blick an der Hauswand nach oben richten und schon sieht man ein Pferd in einer Wiege liegend. Also entweder hatte der Künstler des 15. Jahrhunderts ein gestörtes Verhältnis zu Pferden, oder er war einfach ein "lustiger" Typ. 


Jetzt kommen wir mal zum Essen. Schließlich bekommt man von dem vielen Herumgerenne auch Hunger. Wer es etwas mittelalterlicher mag, dem können wir das Haus "U dwau Maryí" ("Zu den zwei Marien") empfehlen. 
Schönes Ambiente, leckere Speisen, guter und verdammt starker Met, schöne Aussicht. Alles dies haben wir am Montag Abend genossen. 


Genug Geschwafel, jetzt gibts ein paar Fotos von Krummau, nach dem Motto "Ein Buch auf Reisen, und wir":


GD im Krummau

Mein GD und ich 

 GD im St. Veits Dom beim Beten

GD als Kunstobjekt 

 




Dienstag ging es weiter nach Budweis, von dem wir uns ein ähnlich stimmiges tschechisches Städtchen erwarteten. Nur dumm, dass es so ist wie mit dem Buch "Große Erwartungen", man erwartet sich zu viel davon...
Sowohl Budweis als auch unsere dortige Pension (Penzion Zelena Ratolest) erwiesen sich als nicht touristenerprobt. Obwohl sich die Leute im Hotel und dem dortigen Restaurant sehr viel Mühe gaben und uns sogar das tschechische Menu auf deutsch übersetzte (mehr oder weniger). Aber immerhin hatten sie einen ordentlichen Ofen im Restaurant.


Besonders interessant gefunden haben wir die Infografiken an der Eingangstür zu einer tschechischen Filia der Raika:




Diese Tatsachen akzeptierend sind wir noch am selben Tag ein Stück weiter gefahren und haben uns das wunderschöne, und im gleichnamigen Ort befindliche Schloss Hluboká nad Vlatvou:


 Ritter, weil zu einem Schloss Ritter gehören!

So ne Bibliothek will ich auch mal!

Timo, für Timo, den Meisterhonk

Männer die auf Ziegen starren, im Singular

Hluboká nad Vlatvou


Zurückgelegte Strecke: 
von Daheim nach Krummau: 80,5 km in gut eineinhalb Stunden
von Krummau nach Budweis: 26 km in einer halben Stunde
von Budweis nach Hluboká nad Vlatvou: 11,7 km in 17 Minuten (ohne Stau)

Danke fürs Durchhalten, ich weiß es war viel Text, und hoffe es hat euch so gefallen wie uns vor Ort.